Ich wandte den Blick ab, hin zu Tom um ihn dabei zu beobachten wie er einen Kessel mit dampfenden Kartoffeln darin öffnete um uns zwei davon in Zeitungspapier zu wickeln und mit allerlei Dingen zu befüllen. Meine Hände schob ich in die Hosentaschen, um ruhigen Blickes seine Handschläge zu verfolgen. „Geht’s gut?“, hakte ich in lockerem Ton nach.
Den Löffel zum Befüllen der ersten Kartoffel noch in der Hand nickte Tom, lächelte dann breit. „So doog es geht.“, erklärte er munter und reichte Otis die erste der beiden Kartoffeln um sich dann daran zu machen, die zweite zu befüllen. „Was macht Frederick?“ – „Lernt fleißig.“ – „Doog yob. Ihr habt Glück mit ihm.“ – „Haben wir.“ Ich nickte und hätte nichts widersprüchliches sagen können. Ich biss mir auf die Unterlippe. Ließ sie wieder los. Wir hatten es viel zu gut mit ihm. „Was machen die Straßen?“ – „Das Übliche." Er schwieg einen Moment. „Wonach sucht ihr?“, fragte Tom dann und reichte mir die zweite Kartoffel. Warm und trocken legte sich das Zeitungspapier an meine Haut. „Danke dir.“ Tom war ein guter Kerl, man merkte es daran, dass er sein Wissen zusammen zu halten wusste.
Mit der freien Hand griff ich in die Innentasche meines Mantels, den Blick kurz zu der lachenden Schar Kinder abschweifend, zog zwei Schilling heraus und gab sie Tom in die offene Hand. Nicht für die Mahlzeit. „Irgendwas ungewöhnliches letzte Nacht? Oder Mittwoch letzte Woche?“ Tom ließ kurz nachdenklich die beiden Münzen in seiner Hand springen, bevor er sie einsteckte. Dann sah er mich mit einem prüfenden Blick an, der mich wachsam werden ließ. „Es geht um euren Williams, der quer durch die Stadt rennt?“
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Doog – Gut
Yob – Junge

