Ich folgte den letzten emsig umhereilenden Polizisten hinaus ins Freie. Die Gefangenenkutsche war bereits abgefahren und die Durchsuchung der Umgebung war ebenfalls so gut wie abgeschlossen. Ich ließ mir den Bericht eines diensteifrigen Constables geben - scheinbar versetzte es die Bande in helle Aufregung wenn gleich zwei Inspectors anwesend waren und jeder wollte möglichst gute Arbeit präsentieren. Aber vorzuweisen hatten sie doch nichts von Belang. Ich schickte den Mann wieder an die Arbeit und sah auf Cyneburg hinab, begegnete dem Blick ihrer hellen aufmerksamen Augen. Sie schwieg und ich war ihr dankbar deswegen. Sie schwieg, denn auch sie erinnerte sich an Jenkins, daran wie er gestorben war. Sie schwieg obwohl ich sie draußen gelassen hatte, was sie mir für gewöhnlich wortreich sühnte. Ich hatte es getan, weil sie das letzte Mal eine unschöne Begegnung mit dem Vertrauten des Pfandleihers hatte. Einem Tier, das mein Junge der Erzählung nach als ein sogenanntes Stinktier identifiziert hatte, wie es wohl in Amerika vorkam, - nun ja, dem Geruch nach war es das ganz sicher gewesen und das hatte auch auf Cyneburg zu getroffen. Ich konnte darauf verzichten, dass die Hündin das Vieh ein weiteres Mal verärgerte, ohnehin versprach ich mir selten viel von Blacksmith und überließ den Pfandleiher mit Vorliebe dem James. Der hatte immerhin auch die meisten Taschenuhren zu verpfänden, die er unseren zahlreichen Tatverdächtigen abzunehmen wusste wie ein langfingriger Straßenbengel. Aber ich wollte mal nicht so sein, der James hatte eine große Familie, vielleicht würde ich's nicht anders tun, hätt' ich so viele Mäuler zu versorgen. Ich fragte mich dennoch manchmal ob der James statt einer Dohle nicht eine Elster zur Vertrauten haben sollte. Trotz allem, ich musste auf Ardin warten, ich musste wissen, was er aus dem Pfandleiher herausgeholt hatte. Meine Fingerkuppen rannen geistesabwesend durch Cyneburgs drahtiges Nackenfell, während ich wartete. In die Leere der Straßen starrte in denen sich das Licht der Gaslaternen im Nebel und Qualm der Stadtschlote verfing und die Nacht milchig und trüb färbte.
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