“Gloria!“
Schließlich ertönt das pfeifen des sich nähernden Zuges die Einfahrt eben jenes und ich springe augenblicklich auf. Mit der Katze auf den Fersen zwänge ich mich zwischen den Passanten hindurch und gelange ungesehen in den Zug. Triumphierend recke ich meinen Arm in die Höhe und eile durch den Zug. Schließlich darf mich niemand bemerken und Alarm schlagen. Doch zum Glück sind die Passanten mit ihren eigenen Sorgen und Nöten beschäftigt und nehmen überhaupt keine Notiz von mir. Hm. Wo sollte ich mich nur verstecken? Ein fragender Blick in Glorias Richtung folgt. Doch die Katze weiß auf diese Frage auch keine Antwort. Und so seufze ich lediglich und husche durch den Zug. Weiterhin ungesehen. Die Frage bleibt jedoch offen, wie lange ich diese Geheimniskrämerei noch durchhalten würde.
Lange nicht mehr. Denn der Zug gewinnt schnell an Geschwindigkeit und die Schaffner beginnen durch die Abteile des Zuges zu gehen. Einem solchen Schaffner folge ich schließlich lautlos. Durch einen mahnenden Blick in Glorias Richtung gebe ich meinem Daemon zu verstehen das sie absolut still sein sollte. Und Gloria gehorcht. Was mich in Erstaunen versetzt. Nur leider scheine ich nicht bemerkt zu haben das der Schaffner urplötzlich stehen bleibt. So kommt es wie es kommen muss, ich stolpere gegen den Schaffner und werde durch den Aufprall direkt in das Abteil gestoßen. Verdutzt und mit großen Augen blicke ich vom Boden des Abteils empor. Während sich Gloria an meine Seite schmiegt und ich mir verlegen durch meine dunklen Strähnen streiche.
Doch so verlegen wirke ich gar nicht. Denn wenn man genau hinsieht kann man es spitzbübisch in meinen Augen aufblitzen sehen.

