Immer unwohler. Immer stärker in die Ecke gedrängt fühle ich mich. Und doch kauere ich dort auf dem Boden und habe meine Arme um meinen Daemon geschlungen. Mein Herz pocht unnatürlich laut in meiner Brust und meinen Blick habe ich abgewandt. Ist es ein Fehler gewesen diese beiden Männer anzusprechen? Einen kurzen Blick wechsle ich mit Gloria. Doch die Kätzin bleibt stumm. Wie eigentlich die gesamte Zeit über. Und so beiße ich mir auf die Unterlippe und blinzle die Tränen weg, die sich in meinen Augenwinkeln sammeln.
Der alarmierte Klang in seiner Stimme bleibt mir nicht verborgen. Und so zucke ich unwillkürlich zusammen. Was sollte ich sagen? Die Wahrheit. Doch was war die Wahrheit? Und würde man mir glauben? Unschlüssig beiße ich mir auf die Unterlippe.
“Ich.. ich habe etwas gesehen das nicht für meine Augen bestimmt war.“
Murmle ich mit äußerst leiser Stimme. Und schlucke schließlich hart.
“In einer Gasse in London. Zwei.. nein drei Männer. Dann hat der eine ein Messer gezogen und den anderen niedergestochen. Der.. der Niedergestochene trug das gleiche Symbol um den Hals wie Sie Sir.“
Dabei deute ich mit zitternden Fingern auf das Symbol.
“Ich.. ich habe einen.. einen Mord an einer hochrangigen Persönlichkeit beobachtet.“
Mitfühlend schmiegt sich Gloria an meine Seite. Während ich auf dem Boden kauere und wahrlich erbarmungswürdig aussehen muss. Unbarmherzig prasseln die Fragen auf mich nieder und ich versuche mich unter diesen Fragen wegzuducken.
“Es ist nicht leicht einen Unterschlupf zu finden. Die meisten Verstecke werden von Banden kontrolliert und diese Banden.. also.. ähm.. wenn wir besonders lieb waren, dann hatten wir ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit.“
Unwillkürlich presse ich mich in eine der Ecken des Abteils und ziehe meine Beine an den Körper. Erbarmungswürdig.

