„Es wäre jedenfalls eine Schande sollte die zeitliche Planung keine Besichtigung der Stadt und ihrer Lokalitäten zulassen“, erwidere ich den Kommentar zu dem Gehstock. Die Stimme dabei als würde ich meinem Herrn tatsächlich unterwürfig zustimmen. Gleichzeitig lässt meine Formulierung offen, ob ich wirklich einen Einkaufsbummel damit meine. Ich beobachte, wie Anis die Hand zu seinem Daemon hebt und es ist vielleicht das erste Mal, dass sich sie derart zärtlich miteinander umgehen sehe, jedenfalls von Anis initiiert. Ich bin fast verwundert, wende mich jedoch ab, um Anis den Weg zu zeigen.
Noch bevor wir den Wagen erreichen, ist der Fahrer diensteifrig ausgestiegen um Anis die Türe zu öffnen. Der Junge wartet noch immer beim Wagen, ich hätte nicht sagen können, ob es mich verwunderte oder erleichterte. Wäre er abgehauen hätten wir uns das alles hier sparen können. Auf der anderen Seite hatte er in seiner Trotzigkeit, die ihn scheinbar nicht hatte begreifen lassen, mit was er die vorangegangene Strafe verdient hatte, durchaus Hartnäckigkeit bewiesen, wenn er trotz ihr noch immer hier steht. Oder es ist Verzweiflung. Der Fahrer lenkt nun ebenfalls die Aufmerksamkeit auf den Jungen. „Was ist mit dem?“, raunzt er mich an und ich erwidere seinen Blick einen Moment ausdruckslos, bis ich begreife, dass er wohl davon ausgegangen war, dass ich den Kleinen nur als Botenjungen genutzt hatte. „Er reist mit uns“, stelle ich daher klar und Asya stellt sich in bestimmter wachsamer Haltung aufrecht neben mich, um diese Aussage zu unterstreichen. Egal wie unverschämt der Bengel sein mochte, an dieser Aussage gibt es nichts zu rütteln. „Aber Vorne hat der nicht auch noch Platz“, meckert der Fahrer weiter. Ich werfe einen kurzen Blick hin zu Anis, ob es in Ordnung war, wenn der Junge hinten mit ihm fährt.
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