Ich löste die Augen von der enttäuschenden Auseinandersetzung, die Rhode so erfolgreich abgewendet hatte und ließ den Blick über die grölenden und lärmenden Pub Gäste wandern. Aber ich fand nichts das von Interesse gewesen wäre in diesem Moment. „Und jetzt? Besäufst du dich?“ Ich schob kurz die Lippen vor. „Aye.“, erklärte ich dann überzeugt und mit einem deutlichen Kopfnicken, ohne dass ich Rhode eines Blickes würdigte. Das war der Plan. „Klassisch.“ Ich zog abfällig die Nase hoch, dann ließ ich doch noch den Kopf in Richtung Rhodes neben mir drehen und sah ihn abwertend an. So sah ich Rhode einige Atemzüge lang missgünstig an, bevor ich antwortete: „Hat sich bewährt.“ Ein trockener Kommentar, mehr nicht. Brauchte es mehr zu sagen?
Die Schankwirtin kam zurück. Diesmal mit zwei Tellern auf dem Tablett, dem Ale und dem irischen Feuerzeug in Gläser gefüllt, dass es schwappte als sie es zu uns brachte. Sie warf die metallenen Teller regelrecht auf unseren Tisch. Ihre Laune hatte sich nicht merklich gebessert. Aber sie ließ das Zeug immerhin bei uns und es war noch etwas in den Gläsern als sie auf dem Tisch landeten. „Wohl bekomms“, spuckte sie uns wenig liebevoll entgegen, dann wandte sie sich wieder ab. Ich griff nach den Tellern und zog sie zu uns heran, nur um Otis seinen Teller ebenso liebevoll hinzuwerfen wie die Schankwirtin es getan hatte. „Wohl bekomms“, echote ich das Weibsbild zynisch nach. Dann griff ich nach den Gläsern, zog sie auf meine Seite und setzte das erste Ale an die Lippen um einen großen und tiefen Schluck von der lauwarmen Brühe zu nehmen.


