Müde rieb ich mir über das Gesicht. Unser Essen kam, getragen von der äußerst motivierten Schankwirtsfrau. Kaum hatten die Bohnen ihre erste Erschütterung hinter sich und waren scheppernd auf dem Tisch aufgekommen, warf Ardin einen der Teller direkt weiter hin zu mir, während er selbst tatsächlich direkt sämtlichen Alkohol bei sich bunkterte. Die erdbebenerprobten Bohnen wabberten als traurig zähe Maße auf dem Teller vor mir dahin. Ein paar wenige, weitestgehend undefinierbare Brocken Speck oder was-weiß-ich-schon, schwammen darin herum. Ich griff nach dem Löffel und ließ ihn einmal durch mein sogenanntes Abendessen wandern wie ein Schlammsucher seinen Stecken durch den Schlick der Themse. Großartige Unterschiede konnte ich nicht ausmachen. „Ich hoff‘ hier gibt’s nicht noch mehr, die gerne Katzen aufspießen“, knurrte ich mit feixenden Blick Richtung Tresen. „Wobei, die wird sie wohl eher erdrosseln, wie sie’s bei dir getan hät.“ Weil mich meine Erkundung des Tellergrundes ja doch nicht weiter brachte, als die Spekulation ob der Speck nun aus Katze oder aus ehemaligem unliebsamen Gast bestand, begann ich meinen leeren Magen mit – so hoffte ich jedenfalls – Bohnen mit Speck zu füllen. Dass die Pampe nach nicht viel schmeckte, führte ich bei mir definitiv als Pluspunkt auf.
Unfassbar, dass ich hier saß und mir ein köstliches Abendessen im Hause James entgehen ließ, für die Aussicht Ardins Absturz beiwohnen zu dürfen und den Rest des Abends damit zu kämpfen meinen zweifelhaften Mageninhalt nicht direkt wieder zu erbrechen – und in diesem Augenblick wusste ich, dass es keine Möglichkeit gab, wie ich all das nüchtern überstehen würde.
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