Steckbrief  Society of Ardin James Rudeness
Ein Wunder, dass dieser kleine Mann bei der Polizei ist. Tatsächlich haben sie ihn mit 5 Fuß und 5 Zoll nicht einmal genommen als er sich beworben hat. Damit haben sie all seine Pläne zerstört, hat der Matrose Ardin James den Dienst für die Royal Navy doch verlassen um seine Margory zu heiraten und ihr ein besseres Leben zu bieten als das einer Seemannsfrau. Und wenn du nicht in die Fabrik willst, was machst du dann? Es ist dem Zufall und Otis Rhode zu verdanken, dass Ardin James‘ Karriere kam wie sie mit den Bow Street Runnern und heute der H Division der Metropolitan Police gekommen ist. Aber seit er seine Seele an den Teufel verkauft hat, glaubt Ardin nicht mehr an Zufälle. Er ist ein Überlebenskünstler und ein Pragmatiker mit einem strengen moralischen Kodex, der nur ihn und seine Familie einschließt. Und mag die Welt um ihn herum verrückt spielen, er folgt seinen eigenen Regeln, mit dem höchsten Ziel seine Familie zu beschützen. Er ist stur, eigenwillig und rücksichtslos. Geformt von den Zuständen, denen er jeden Tag auf der Straße begegnet und die er immer wieder so sehr anprangert wie er begonnen hat, sie selbst zu nutzen. Sein Partner ist ihm dabei vor allem im Weg. Aber seine Frau Margory, die ein sehr viel besseres Herz hat als er, sechs Kinder und eine vermaledeite Dohle, die ihm folgt wohin er auch geht, und die er nur abfällig Nuisance oder Jackdaw nennt, halten ihn davon ab mit seinem Partner zu brechen. Wahrscheinlich ist es nur der Schlafmangel, der ihn dazu zwingt. Du kannst ihn in den Ringen unter den Augen des stämmigen Mannes erkennen. Denn die Gabe, die er dem Teufel verdankt, das Traumwandern, beherrscht mehr ihn als dass er sie beherrscht und so verfolgt Ardin seine beste Strategie, die Flucht nach vorn und versucht sich das Schlafen abzugewöhnen. Aber niemand kommt ohne Schlaf aus. Nicht einmal ein abgehalfterter Hexer, dessen Skrupel bereits weit hinter ihm liegen.

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  • Alter: 48 49 Jahre
  • Geburtsdatum: 27.06.1802 1801
  • Herkunft: Plymouth, UK
  • Schicht: Unterschicht
  • Status: Verheiratet
  • Gesinnung: neutral

Character


Anpassungs­fähig ‡
& lernbereit ‡

Wenn Ardin ein neues System oder eine neue Technik entdeckt, sei es um an Geld, an Informationen zu kommen oder betrifft es gesundheitliche Aspekte, dann ist er aufmerksam darin, diese Technik zu beobachten und schamlos zu kopieren.
Aufopferungsvoll ‡
& prinzipientreu ‡

Was er tut, das tut Ardin richtig. Er macht keine halben Sachen. Seine Familie ist sein höchstes Gut, für die er alles tun würde. Jeden Penny, den er verdient, steckt er in ihre Gesundheit, ihren Wohnraum, ihren Schutz. Es ist seine Art für sie zu sorgen, selbst wenn er nicht viel Zuhause ist. Wenn er für etwas den Schutz übernimmt, dann kann man sicher sein, dass er sich mit allem was er hat in diese Aufgabe hängen wird. Seine Arbeit ist für ihn ein ähnliches Thema. Aber er zögert lange, bis er einem Fall diesen Stellenwert schenkt. Wenn er ihn einmal hat, ist Ardin auf der Jagd nach einem Täter zielstrebig wie ein Berserker auf einer Fährte und kann erst ruhen wenn er sein Ziel erreicht hat.
Unkonventionell ‡
Was für andere gilt, muss nicht für Ardin gelten. Zwar hat er einen gewissen sozialen Hintergrund, der ihn geprägt hat und seine Methoden leben sehr davon was er auf seinem beruflichen Lebensweg gelernt hat, aber wenn es um Regeln geht, neigt Ardin dazu, diese nur als grobe Richtlinien zu betrachten, statt als Vorgaben, wie es sich zu verhalten gilt. Das führt ihn dazu, oftmals bewusst Grenzen zu überschreiten und auf neuen, kreativen Wegen zu gehen, um sein Ziel zu erreichen. Dabei weiß er klare Prioritäten zu setzen, Optionen gegeneinander aufzuwiegen und den erfolgversprechendsten Weg zu wählen, mögen andere auch dagegenhalten was sie wollen.

Stabil ‡
Mit Druck kann Ardin gut umgehen. Er legt eine gewisse Ignoranz an den Tag was anderer Leute Ansprüche an ihn anbelangt. Es ist als redeten sie mit einer Wand. Seine eigenen Ansprüche sind der einzige Maßstab an dem Ardin sich misst und selbst wenn er sich ihrer bewusst ist, schafft er es für gewöhnlich einen kühlen Kopf zu bewahren und seinen Weg unbeirrt zu verfolgen.

Tatkräftig ‡
Wenn es etwas zu tun gibt, dann fragt Ardin nicht lange nach. Er tut es einfach. Diese Eigenschaft hat ihm in der Vergangenheit sehr geholfen und täuscht häufig darüber hinweg, wie wenig Ardin auf Regeln im Allgemeinen gibt. Er kann mit Anweisungen von oben gut umgehen und wird sie in weniger Fällen anzweifeln als er sie einfach befolgen wird, aber in der Praxis legt er diese Anweisungen dann hin und wieder ein wenig anders aus, als sie ursprünglich gemeint waren. Dennoch ist er immer dabei zu helfen. Besonders, wenn er selbst entscheidet, dass es notwendig und angebracht ist und scheut dann keine Mühen. Für Margory trägt er oft genug Wäsche durchs Treppenhaus, sie muss nie zweimal fragen, wenn sie ihn um etwas bittet und als es darum ging, den Ältesten eine wirkliche Handwerkerausbildung beim Schuhmacher zu organisieren, hat Ardin alles getan, um diesen besseren Weg für seine Kinder möglich zu machen. Wenn es um die Arbeit geht, zeigt Ardin die selbe Tatkraft und seine Entschlüsse, einen bestimmten Ort auf der anderen Seite der Stadt einfach aufzusuchen um Antworten zu finden, stammen nur teilweise von seiner Rastlosigkeit, sondern rühren vor allen Dingen von seiner anpackenden Art her, die sich durch ersteres in einem widerspenstigen Kampf bedingt.

praktisch veranlagt ‡ zielstrebig ‡ mitfühlend ‡ konsequent ‡ korrupt ‡ selbstständig und autark ‡ Sorgfältig ‡ flexibel und anpassungsfähig
‡ Stur
Er lernt nur, was er lernen will. Für Theorien hat er wenig übrig, wenn er in ihnen keine praktische Anwendungsmöglichkeit sieht, Theoretiker und Herren der oberen Schicht nehmen sich seiner Meinung nach sowieso zu wichtig. Wenn er sich außerdem eine Meinung in den Kopf gesetzt hat, dann rückt er davon nicht ab, möge man ihm noch so oft mit besseren Argumenten begegnen.
‡ Unsensibel
Für die Feinheiten menschlicher Emotionen hat Ardin wenig übrig. Er selbst sieht die Welt aus einer zu funktionalen Perspektive um die sensiblen Empfindungen anderer Menschen verstehen oder respektieren zu können. Er sieht emotionale Reaktionen als voreingenommene Werturteile, die sich ein rational denkender Mensch nicht erlauben sollte. Ohne, dass er das je in dieser Art beschreiben könnte, ist das für ihn eher ein unbewusster Reflex, sodass er auf Emotionen häufig mit Ungeduld oder Spott reagiert. Umso tragischer ist es für ihn, dass er selbst nicht vor Emotionen gefeit ist und er hasst sich oftmals für diese – in seinen Augen – Voreingenommenheit. Oft genug sorgt er sich darum, dass seine eigenen Emotionen seinen Blick auf einen Fall trüben könnten und es ist seine größte Angst, aus persönlicher Befindlichkeit heraus einmal ein falsches Urteil zu fällen und dadurch einen Täter nicht zu fassen. Als Konsequenz daraus geht Ardin stiefmütterlich mit seinen eigenen Emotionen um, sperrt sie weg sobald er sie erkennt und unterdrückt sie fast routiniert. Aber oft genug geschieht es, dass sie, besonders wenn er überarbeitet und schlaflos ist, ein Schlupfloch finden und ihn die Contenance verlieren lassen. Dadurch neigt er zu plötzlichen Wutausbrüchen und privaten Momenten heftigen schmerzhaften Selbstmitleids, die ihm im Nachhinein oft unerklärlich erscheinen. So wenig wie er mit diesen eigenen Emotionen und Problemen anfangen kann, kann er also auch mit denen Anderer etwas anfangen. Er respektiert sie nicht bei sich und er respektiert sie nicht bei anderen. Zusätzlich liegt es ihm fast schon routiniert im Blut, andere vor den Kopf zu stoßen. Es bringt ihm Spaß zu scherzen und anderen wie mit einem Holzhammer seine Aussagen vors Gesicht zu knallen, als wäre es ein Spiel, zu beobachten wann sie die Haltung verlieren. Seine Art nach all der Zeit herauszufinden, wo für Andere die Grenzen liegen, die er bei sich selbst so wenig kennt.
‡ Maßlos & rastlos
Es scheint keine Grenzen für Ardin James zu geben. Kein Risiko, das er scheut, keine Aufgabe, die zu hoch ist, keine Gefahr, die zu groß ist. Ardin stürzt sich auf die Hürden, die zwischen ihm und seinem Ziel liegen und nimmt dabei wenig Rücksicht auf seine Gesundheit oder die anderer. Manchmal scheint es als fürchtete er den Tod nicht, dabei ist das Gegenteil der Fall. Aber wenn man Gefahren ausblendet, dann ist es fast so als wären sie nicht da und Skrupel halten einen immerhin nur auf. Sie holen ein erst ein wenn man gar nicht anders kann, als ihnen in die Augen zu sehen. Der Moment, der Ardin oft genug das Genick gebrochen hat und ihn dennoch nur wenig lernen lässt. Wenn man ihn so dabei beobachtet, wie er Risiken ins Gesicht lacht und erst vorsichtig wird wenn es um seine Familie und nicht nur ausschließlich um ihn selbst geht, könnte man meinen er hätte Spaß daran, sich selbst zum Äußersten zu treiben. Und tatsächlich scheint das fast wie eine Sucht, wird er doch ruppig und unausstehlich, wenn ihm viel zu schnell langweilig wird. Es sind diese Momente, in denen ihn nur seine Disziplin aus vergangenen Tagen bei der Ruhe hält und davon abhält zu schnell zu unleidig zu werden. Er hat gelernt, auf seine Weise mit dieser Problematik umzugehen: er sucht sich eine neue Unternehmung. Ohne jemanden damit zu belästigen. Außer vielleicht Otis Rhode, der durchaus unter dieser Angewohnheit zu leiden hat.
‡ Nicht teamfähig
Seine Kollegen in der H Division halten Ardin James für einen einzelgängerischen Griesgram, der besser mit Fäusten sprechen kann als mit Worten.  Jeder Sergeant, der ihm zugeteilt wird, hat für gewöhnlich eine Heidenangst vor seinem DI. Im Grunde ist diese Angst unbegründet, würde Ardin doch niemals einem Kollegen ans Fell gehen wenn er ihn nicht wirklich herausfordert – dann würde er den Angriff nicht unbeantwortet lassen – aber Sergeants mit knappen Beschimpfungen zu quälen ist einfach ein zu unterhaltsamer Sport. Einmal davon abgesehen, dass Ardins Ruf durch die Bow Street und seine für die H Division passable Aufklärungsquote sowieso schon ruiniert ist.

legt sich ungern fest und hält sich Optionen gerne offen hat wenig übrig für vage Vermutungen gutes technisches Grundverständnis aufmerksamer Beobachter mit Fokus auf Fakten belügt sich oft selbst in emotionalen Dingen genießt das Gefühl etwas wichtiges und neues zu tun, mag drumherum noch so viel Chaos herrschen braucht Abwechslung und Herausforderung Lebt im Hier und Jetzt trifft Entscheidungen durch logisches Analysieren auf Ordnung und Anstand bedachter Vater spricht nicht gerne über seine Gefühle harscher Ehemann, der selbst viele Breitseiten verträgt brutal wenn es sein muss hart arbeitend

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Do you know that


Sein tierischer Begleiter ist eine Dohle, die er nur abfällig Nuisance oder Jackdaw nennt. Er hat ihr gedroht, sie jedes Mal zu töten wenn sie in der Öffentlichkeit weiter als 50 Yards an ihn herankommt. Sie hat nach einigen Versuchen von selbst begonnen sich daran zu halten, hat aber genügend Schlupflöcher gefunden um Ausnahmen von der Regel zu schaffen. Einzig wenn sie nach Hause kommen, tritt die eine wahre Ausnahme von dieser Anweisung ein, gegen die Ardin nichts sagen kann, weil Ardins Frau Margory sich resolut dafür eingesetzt hat, den Vogel nicht vor der Tür sitzen zu lassen.

Ardin raucht hin und wieder Pfeife wenn es ihm die Ruhe erlaubt. Tatsächlich genießt er dann auch die eine oder andere gemeinsam mit Otis Rhode. Er sagt gerne, dass das die einzige Zeit des Tages ist, an der er Otis Rhodes Anwesenheit ertragen kann, weil er mit einer Pfeife im Mundwinkel die Klappe halten muss oder zumindest so nuschelt, dass man sein Gerede sowieso nicht mitbekommt.

Rumgrog oder auch Rum in Reinform ist Ardins Hausmittel um Fieber und Erkältungen vorzubeugen. Wasser lässt er seine Familie nur trinken wenn vorher ein Silberlöffel darin gelegen hat und Margory erinnert er regelmäßig daran, Zitronen zu kaufen, mögen sie noch so teuer sein. Er ist ein Gesundheitsfanatiker, der seit seiner Navy Zeit und vielen Gesprächen mit einem chronisch angetrunkenen Schiffsarzt jedes nur denkbare Hausmittel gegen Krankheiten, das ihm untergekommen ist, gesammelt hat und dafür von seiner Familie regelmäßig verteufelt und verspottet wird. Aber er lässt nicht davon ab, immerhin gibt ihm der Erfolg Recht, er musste noch keines seiner Kinder beerdigen. Ein Fakt, über den er heilfroh ist.

Mit Blut und Blutopfern kommt Ardin gut klar. Er hat als Surgeon’s Mate genügend davon gesehen um sich daran gewöhnen zu können. Sein zeremonieller Dolch ist ein Karambit, das er stupide wie ein Allzweckmesser verwendet und der Sache damit viel von ihrem zeremoniellen Charakter nimmt.

Kugeln, die Ardin selbst gießt, bestehen prinzipiell aus Silber, um im Zweifelsfall auch gegen Werwölfe wirksam zu werden.

Ardin hat keinen persönlichen Kontakt mehr zu seinen Geschwistern seit er 1813 Plymouth auf der HMS Severn verlassen hat. Den Briefverkehr mit ihnen hat er erst nach seiner Hochzeit mit Margory aufgenommen.

Seit er über die Fähigkeit des Traumwanderns verfügt, schläft Ardin nur noch wenn es nicht anders geht. Er fürchtet sich vor den Träumen anderer Menschen und ist daher oft übernächtigt und trägt tiefe Ringe unter den Augen. Oft zwingt nur Margory ihn dazu zu schlafen. Ihr Argument ist, dass die Übung den Unterschied machen und ihm die Kontrolle zurück geben wird, aber Ardin weiß, dass es ein langer Weg bis dorthin ist und nutzt die Fähigkeit daher nur wenn es keine andere Option für ihn gibt.

Die Zeit auf der Severn war hart für Ardin, aber sie hat ihn auch sehr geprägt. Und trotz all der Angst und den finsteren Dingen, die er dort erlebt hat, erinnert er sich heute auch gern an viele gute Dinge aus dieser Zeit. So packt er fast mit Stolz beim Trinken die alten Seemannslieder wieder aus, die er damals von den Matrosen gelernt hat und schlägt ab und an mit Sprichwörtern aus der Navy Zeit um sich.

Ardin wurde anglikanisch erzogen, aber er war nie sehr gläubig. Vielmehr wusste er in Frage zu stellen, was man sich über Gott alles erzählte, auch wenn er seine Gedanken für sich zu behalten wusste und erst an Bord der Severn begann er die tiefe Gläubigkeit seiner Kameraden zu respektieren und teilweise zu adaptieren. Später in London wurde jede Grundfeste seines Glaubens umgeworfen. Ironischerweise war es die Begegnung mit dem Teufel, die ihm wieder etwas von seinem Glauben zurück geben konnte. Seine Schlussfolgerung ist einfach: wenn der dunkle Herr versucht auf die Erde zurück zu kehren, dann muss es eine Macht geben, die ihn bislang daran hindert, es einfach zu tun. Sei es nun Gott oder sei es Gaia, wie sie die hellen Hexen anbeten. Er hält sich von Kirchen trotzdem fern und der Glaube ist nichts, auf das er sich verlassen würde. Dennoch feiern Margory und er jedes Jahr Weihnachten. Der Kinder wegen sagen sie. Ohne Gottesdienst, aber mit einem Truthahn, auf den sie jedes Mal sparen, und Margory versäumt es nie, Otis Rhode trotz aller Widersprüche zum Fest einzuladen.

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  • Augenfarbe: Dunkelbraun
  • Haarfarbe: Dunkelbraun
  • Größe: 1,66m
  • Statur: Stämmig & Robust

Besonderheiten


Hohe Stirn, krauses dünnes Haar, das bei Kontakt mit Wasser lockig wird; Bartträger; Grübchen in den Wangen beim Grinsen; Auffällig geringe Körpergröße; Deutlich sichtbare Ringe unter den Augen, die von häufigem Schlafentzug künden; Tätowierung der Zeichen ♦2 - ♣3 - ♥A an drei Fingern der rechten Hand, ein Running Flash aus dem Kartenspiel Brag, stammt aus seiner Zeit als Bow Street Runner; Tätowierung einer Meerjungfrau mit Anker auf der Oberseite des rechten Unterarms, stammt aus seiner Zeit als Matrose der Royal Navy; einige Narben aus der selben Zeit; wo er auftaucht sitzt häufig eine Dohle mit dunklem Gefieder, grauem Rücken und hellblauen Augen außen am Fenstersims oder auf einem Dachvorsprung, selten in seiner direkten Nähe.


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Kleidungsstil


Lange dunkle Hosen; weiße Leinenhemden; Braune Weste, der man ansieht, dass sie häufig getragen wird; darin eine gut behütete Taschenuhr mit verbeultem Deckel; im formellen Rahmen Krawatte, im informellen Rahmen so bald es geht ohne Krawatte; gedeckt dunkelblaues Wolljaquet, das bereits an einigen Stellen leiert; Im Winter Kersey Mantel gegen Kälte und Regen; Flacher dunkler Hut; Halbstiefel aus Leder; insgesamt ist Ardins Kleidung funktional, immer sauber gewaschen, aber benutzt, sodass man ihr das häufige Tragen ansieht; Wie jeder gute Brite, der der Unterschicht entstammt, besitzt er eine Sonntagsgarderobe, die nur zu besonderen Anlässen getragen wird, allerdings hat auch sie bereits bessere Tage gesehen; in privatem Rahmen trägt er gerne Wollpullover, die Margory gestrickt und als Glücksbringer stets eine ihrer Strähnen eingewebt hat; aus Navy Zeiten besitzt er noch altes Ölzeug, das mit Teer imprägniert wird, es kommt nur im Notfall zum Einsatz.


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  • Wesen: Dunkle Hexe
  • Gruppierung: Fraktionslos
  • Position: Keine
  • Fähigkeit: Dream Walking
  • Level: Anfänger
  • Beruf: Detective Inspector


Fähigkeiten


Ardin James ist nun seit 13 Jahren ein geschaffener Hexer, er hatte nicht die Gelegenheit, seine Fähigkeiten zu einem Zeitpunkt in seinem Leben zu schulen, an dem junge Menschen noch flexibel und aufnahmefähig sind. Er hat sich seine Fähigkeiten erkauft, aber es fällt ihm schwer, mit ihnen umzugehen. Seine natürliche Begabung für Magie hält sich in Grenzen und seine Fähigkeit des Traumwanderns verfolgt ihn wie sein eigener Fluch. Wenn er sich auf jemanden konzentriert, schafft er es mittlerweile mit 30% Wahrscheinlichkeit, seinen Traum zu betreten, aber es kostet ihn viele Versuche mit zahlreichen Rückschlägen, über die er ausgiebig zu fluchen weiß. Er ist nicht gerne in anderer Leute Köpfe, aber er weiß die Notwendigkeit dieser Fähigkeit anzuerkennen und ihm ist bewusst, welchen Preis er für sie gezahlt hat. Mit Blutritualen und Zaubersprüchen kann er besser umgehen als mit seiner Begabung, beinhalten beide doch kontrollierbare Muster zu denen er das Wissen anderer Hexen aufsaugt so oft es ihm möglich ist. Dennoch funktioniert vieles, das er an Zaubern neu erlernt nicht auf Anhieb, weil es ihm schlichtweg nicht liegt, und frustriert ihn schnell.

Auch bringt er nur eine durchschnittliche Intelligenz und nur wenig Charisma mit. Wenn er sich äußert dann besticht er nicht unbedingt durch einen umfangreichen Wortschatz oder gute Ausdrucksweise. Sein Bildungsgrad ist nicht besonders hoch. Er kann lesen und schreiben, ersteres sogar sehr gut, aber letzteres kostet ihn viel Geduld, die er oft nicht hat.

Was er beherrscht ist, sich penetrant für etwas einzusetzen wenn er es sich in den Kopf gesetzt hat. Das Thema Überredung geht er dann auch mal etwas brutaler an. Allerdings ist er kreativ genug, um sich seine Mittel und Wege zu suchen wenn er sie benötigt. Wenn er einen Nutzen darin sieht, geht er ungewohnte neue Wege, versucht herauszufinden, wie Systeme und Mechanismen funktionieren und eignet sie sich rasch und ohne Zögern an. Damit bleibt er erstaunlich anpassungsfähig für einen so sturen Bock. Sieht er in etwas keinen praktikablen Nutzen, weigert er sich stur, sich damit zu beschäftigen.

Seine Kampfkünste sind aus der Erfahrung erwachsen. Bereits als Jugendlicher lernte er das Boxen, unter den Matrosen der Royal Navy wurde ab und an gerauft und eine Zeit lang hatte er Spaß daran, für Geld anzutreten. Seine Zeit als Bow Street Officer und sein gutes Verständnis für Technik haben ihn weiterhin sehr geprägt, sodass er im Kampf auch mal zu unkonventionellen Mitteln greift, deren Anwendung so sonst nur auf der Straße zu finden ist. Dabei ist er bei Bedarf schnell, wenn er muss auch stark, allein schon durch seinen stämmigen Körperbau, ist durch seine geringe Größe aber vor allen Dingen wendig und gewinnt Vorteil an seinem tiefen Schwerpunkt.


Früh in seinem Leben hat Ardin gelernt sich auch mit Waffen zur Wehr zu setzen. Er kann ganz rudimentär mit dem Degen umgehen, hat diese Fähigkeit aber seit der Navy Zeit nicht mehr benötigt und ist dementsprechend eingerostet. Daneben schießt er recht passabel, eine Fähigkeit, die er weitaus häufiger benötigt, und hat in der Navy und später in der Bow Street das Kugelngießen gelernt.

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Vergangenheit


1. Geburt
1801 wurde Ardin James als das vierte von später zwölf Kindern in Plymouth in Devon, England, geboren. Die Hafenstadt war erst ein Jahrzehnt zuvor zur Heimat der Eltern Patrick James und Maude James, geborene Gifford, geworden. Sie waren von den ländlicheren Regionen Devons in die Stadt gezogen, um in den China Clay Fabriken Arbeit zu finden. Die Familie gehörte zur Arbeiterklasse und damit zur Unterschicht, allerdings bot Portsmouth damals mehr Komfort für die chronisch unterversorgte Familie als das heutige London der Unterschicht gönnt.

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2. Kindesalter
In Plymouth aufzuwachsen bedeutete die See vor der Tür zu haben und damit jeden Tag ein Abenteuer. Dass der Hafen ein wichtiger Stützpunkt der Navy war, bedeutete, dass man von den Hügeln in der Umgebung regelmäßig einlaufende Kriegsschiffe beobachten konnte. Und tollte man am Strand oder an den Felsen entlang, war es nicht selten, dass einem seltsam anmutende Versteinerungen regelrecht vor die Füße fielen, für die hohe Herren mit wissenschaftlichem Interesse gutes Geld übrig hatten. Es gab immer etwas zu tun, Fischer, denen man half, den Fang von Bord zu bringen, Botengänge, Aushilfsarbeiten. Man musste sich nur schlau genug anstellen und rechtzeitig vor allen anderen zur Verfügung stellen. Ardin wurde bald raffiniert darin, sich Aufgaben zu besorgen und jeder Penny, den er nach Hause brachte, wurde zu seinem persönlichen Verdienst, der nur noch mehr seinen Ehrgeiz weckte. Es war selbstverständlich, dass jedes Kind, das gehen konnte, am Einkommen der Familie mitarbeitete und so nahm Ardin bald auch seine jüngeren Geschwister mit zu Aufgaben, die sich im Hafen boten. Auch dort war es nicht immer ungefährlich, raue Gesellen trieben sich dort herum, man musste auf sich aufpassen. Ardins jüngerer Bruder Joseph ertrank am Pier, ein Erlebnis das Ardin nicht mehr vergessen wird. Bis zu seinem zwölften Lebensjahr hatte Ardin damit von elf Geschwistern vier an den Typhus verloren und zwei an die See.

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3. Jugendjahre
1813 als Ardin gerade elf zwölf Jahre alt und absehbar geworden war, dass er bald die Sonntagsschule verlassen würde, starb seine Mutter am Kindbettfieber nach der Geburt des elften und letzten Geschwisterchens, das Ardin bekommen sollte. Patrick James blieb alleine zurück als Vater von sechs überlebenden Kindern. Früher als erwartet würde Ardin sich um eine Vollzeitbeschäftigung bemühen müssen. Aber zu dieser Zeit suchten viele Jugendliche Arbeit. Es kam der Familie zugute, so nah an der Küste zu leben. Der Krieg von 1812 war gerade entflammt, die amerikanische Ostküste war mit einer britischen Seeblockade versehen und weitere Schiffe sollten bei den West Indies hinzukommen. Die Royal Navy brauchte immer Männer und es war nicht selten, dass die Kriegsschiffe bei ihrer Station in Plymouth Presskommandos an Land schickten, um Männer im arbeitsfähigen Alter in den Dienst für König und Vaterland zu zwingen. Ein Spektakel ohne Gleichen, das dafür sorgte, dass die Stadt mit Einlaufen eines Kriegsschiffes für gewöhnlich nur noch von Frauen und Kindern bewohnt wurde. Der König zahlte bekanntlich nicht so gut wie die Handelsschiffe der East India. Neben den gepressten Seemännern galt allerdings seit 1795 auch eine Quotenregelung, die jede britische Gemeinde dazu verpflichtete, eine gewisse Anzahl von Freiwilligen jährlich zur Verfügung zu stellen. Patrick James gelang es im Frühjahr 1814 über diese Quote, zwei seiner Söhne an die Royal Navy zu verkaufen ohne dass sie den Presskommandos anheimgefallen wären, die ihm kein Geld eingebracht hätten.


Es war hart für den zwölfjährigen Ardin, sich an das Leben an Bord zu gewöhnen, zumal er bald von seinem Bruder getrennt wurde. Sie gelangten als Boys auf unterschiedliche Schiffe. Samuel blieb im Kanaldienst während Ardin auf die HMS Severn kam, eine erst ein Jahr zuvor in Dienst gestellte Endymion-Class Fregatte mit 44 Kanonen, die einen Konvoy von England zu den Bermudas begleitete und später in der Chesapeake Bay an der Ostküste Nordamerikas stationiert wurde um in den Nachwehen des Kriegs von 1812 den Patuxent River zu blockieren. Bis 1815 blieb die Severn in die Kämpfe verwickelt. Ardin wurde in dieser Zeit vom Boy zum Seaman und freundete sich mit dem Schiffsarzt der Severn an, der den Vierzehnjährigen zwischen Geschützfeuer und Segeldrill unter seine Fittiche nahm. 1816 segelte die Fregatte nach Gibraltar und nahm an dem Bombardement von Algier teil. Während des Gefechts zog sich Ardin mehrere Verletzungen durch Holzsplitter zu, die allerdings nicht allzu tief waren und sich ohne größere Entzündungen heilen ließen. Der Schock saß tiefer als die Verwundung. 1817 blockierte die Severn gemeinsam mit anderen königlichen Schiffen den Schmuggel vor den Küsten von Kent und Sussex. Sie nahm im Laufe des Jahres mehrere Schmugglerboote mit Spirituosen an Bord hoch.


1822 schließlich segelte die Fregatte mit Zwischenstopp in London nach Portsmouth um dort auf Reede gelegt und aufgebrochen zu werden. Ein Großteil der Besatzung ging in London von Bord um sich von dort aus ein neues Schiff zu suchen. Darunter der gerade zwanzigjährige Ardin.

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4. Erwachsenenalter
London war eine fremde Welt, noch so viel mehr Stadt als Plymouth, lauter, dreckiger. Und das, trotz der vergleichsweisen großen Bewegungsfreiheit verglichen mit den engen Decks eines Kriegsschiffes. Ardin hatte nicht vor lange zu bleiben. Er wollte versuchen auf ein Schiff der East India zu wechseln, bei der die Heuer höher ausfiel als bei der Navy. Aber aus seinen Plänen wurde nichts. In einer Taverne bei den Docks lernte er die Kellnerin und Wäscherin Margory Flint kennen. Wie er stammte sie aus der Unterschicht und hatte eine Jugend im Arbeitshaus hinter sich. Zutiefst verliebt beschlossen sie zu heiraten. Von Margorys Mitgift, die größtenteils aus der Aussteuer bestand, und Ardins Prisengeldern schufen sie ihren eigenen Haushalt in einer Londoner Mietskaserne. Margory fand eine Vollzeitanstellung als Wäscherin. Ardin dagegen beschloss, nun da er Margory hatte, nicht zurück auf See zu gehen. Das ließ ihm allerdings nur wenige Alternativen. Er hätte versuchen können Anstellung in einer der zahlreichen Fabriken Londons zu bekommen, aber er erinnerte sich noch zu gut an die Strapazen, die sein Vater in der China Clay Fabrik erlitt und wollte nicht auf dieselbe Weise enden, jeden Tag den selben Handschlag tun zu müssen.


Durch die Erfahrungen der Schmugglerblockade der Servern auf den Geschmack gekommen bewarb sich Ardin bei einer lokalen polizeiähnlichen Ordnungsstation in London, die eigentlich ständig Männer suchte. Aber die Kriterien für Rekruten beinhalteten eine Mindestkörpergröße, Ardin wurde abgelehnt. Frustriert über die Absage, die er mit wortreichen Argumenten abzuwenden versucht hatte, betrank sich Ardin in der nächsten Hafenspelunke, nur um sich wenig später mitten in einer Prügelei mit einem hochgewachsenen Kerl wiederzufinden.


Dieser Mann nannte sich Otis Rhode, war ehemaliger Soldat und es sollte sich herausstellen, dass Ardin James ihn nie wieder ganz loswerden würde. Ihr Kampf wurde beendet. Sie wurden von einer Gruppe Bow Street Officer aufgegriffen, einer kleinen elitären Polizeieinheit, und anstatt im Zuchthaus zu landen, wurden sie eingestellt. Zunächst für niedere Aufgaben, Botengänge und dergleichen. Aber Stück für Stück vertraute man ihnen größere Aufgaben an, bis sie Teil der Bow Street Police Station wurden und damit fremde Welten betraten. Ardin lernte die Ermittlungsarbeit kennen und entdeckte dabei ganz nebenbei neue Wege an Geld zu gelangen. Die Runner genossen einen gewissen Ruhm, sie wurden zu Festivitäten eingeladen, auf die Ardin nicht in dreißig Jahren gelangt wäre, und hatten sich angewöhnt sich nicht nur die lukrativsten Fälle zu suchen sondern auch ein Nebengeschäft aufzubauen indem sie ihre Dienste privaten Personen anboten. Ardin hatte das System bald durchschaut und adaptiert. Immer dabei: Otis Rhode. Seit man sie gemeinsam aufgegriffen hatte, schien man in der Schichtverteilung einen Kreuzzug gegen Otis' und Ardins gegenseitigen Hass zu führen, überzeugt davon, sie würden sich schon vertragen, würde man sie nur oft genug zusammen stecken. Das Gegenteil war der Fall.



Die Bow Street war geprägt von Rivalität, Neid und Gier. Hinter der hübschen Fassade und der effizienten Arbeit, die jede andere Polizeistation in den Schatten stellte, steckte disziplinierte Zielstrebigkeit und undisziplinierte Erfolgssucht. Aber innerhalb dieses Haifischbeckens, gab es eine Gruppe von Bow Street Officers, die sich nicht ohne Grund selbst Runner nannten, wie es die Straße zu tun pflegte, obwohl die Officers diese Bezeichnung für gewöhnlich für abfällig und abwertend hielten. Diese Runner genossen den zweifelhaften Ruf, nicht besser zu sein als jene, die sie jagten. Sie hatten gelernt sich auf der Straße zu bewegen, Netzwerke zu schaffen, sich an Fällen festzubeißen wie ausgehungerte Schießhunde. Ardin James und Otis Rhode wuchsen in diese Gruppe hinein und zum Verdruss des jeweils anderen wurden sie gut in dem was sie taten. Heute tragen sie die Tätowierung eines Runs aus dem Kartenspiel Brag auf den Fingern als Erinnerung an diese Zeit davon.


Nicht nur diese Zeichen sollten die Officers Rhode und James bald gemeinsam haben. 1837, es war nun fünfzehn Jahre her, dass die beiden heutigen Bow Street Officer am Brunswick Quay aufgegriffen worden waren, kam ein Punkt in Ardins Leben, an dem sich alles um 180 Grad wendete. Margory war mit ihrem zweiten Kind schwanger, nachdem sie und Ardin nach der Geburt des ersten Kindes eine ganze Weile enthaltsam gewesen waren – sie hatten nicht den selben Fehler machen wollen wie ihre Elterngeneration – und Patrick war gerade zwölf Jahre alt geworden. Otis‘ Frau Judith war zur selben Zeit schwanger und ihre Ankündigung war der Grund dafür gewesen, dass Margory erneut Mutter hatte werden wollen, alle Warnungen und Sorgen in den Wind schlagend. Immerhin brachte die Arbeit in der Bow Street gutes Geld. Unerwartet gutes Geld. Sie würden sich um die Versorgung einer größeren Familie keine Sorgen machen müssen, ein Gedanke, den sich weder Ardin noch Margory vor der Bow Street hätten vorstellen können.


Aber das Glück wurde getrübt. Rhode und James arbeiteten zu dieser Zeit an einem Mordfall, der als die Silverback Murders bekannt werden sollte. Ein Mann brach in die Wohnungen junger Wäscherinnen ein, vergewaltigte sie und tötete ihre Kinder. Niemand hielt die Fälle für wichtig, sich in persönliche Angelegenheiten der Bewohner Londons einzumischen war gesetzlich verboten und die finanziell gut situierten Opfer fehlten, um den Fall lukrativ zu machen. Für Rhode und James aber war der Fall mehr als nur persönlich. Nicht nur durch Margorys Anstellung als Wäscherin, sondern auch durch die jungen Schwangerschaften der beiden Frauen. Mit regelrechter Verzweiflung trieben Ardin und Otis die Suche nach dem Täter voran und es war diese Verzweiflung, die sie dazu brachte, sogar etwas auf die lächerlichen Worte eines Scharlatans zu geben, der sich als Hexer verkaufte und ihnen versprach ihnen Zugang zu Mächten zu gewähren, die es ihnen ermöglichen würden, ihren Fall zu lösen. Ardin glaubte keine Sekunde an den hohen Wahrheitsgehalt dieser Worte bis er dem Teufel höchstselbst gegenüber stand um ihm seine Seele zu verkaufen.


Seit diesem Tag wird Ardin James unablässig von einer aufdringlichen Dohle verfolgt. Er darf sich einen Hexer nennen, wie sehr er diesem Wort gerecht wird, ist allerdings zweifelhaft. Die fremden, stümperhaft verwendeten Fähigkeiten, geschult durch erkaufte Unterweisungen anderer Hexer, gereichten Rhode und James schließlich bruchstückhaft zum Erfolg. Sie fassten den Mörder, ihre Familien waren in Sicherheit.


Leider nicht so sicher, wie gehofft. Der Handel mit dem Teufel hatte seine Bedingungen enthalten. Bedingungen, die über Ardins oder Otis‘ Schicksal hinaus gingen. Sie sollten die Seelen ihrer Frauen ebenfalls dem Teufel weihen oder sich von ihnen trennen. Beide Optionen kamen für Ardin nicht in Frage und doch musste er sich entscheiden. Im Gegensatz zu Otis entschied er sich für die Flucht nach vorn. Er sprach mit Margory über alles was geschehen war und letztendlich war sie diejenige, die nach langen Gesprächen die Entscheidung traf, selbst eine Hexe zu werden. Ihr gemeinsamer Preis war hoch und hätte Margory nicht insistiert, Ardin hätte nicht zugelassen, dass sie ihre Seele fortgab um sein Schicksal zu teilen, lieber hätte er ihr aus der Ferne Geld zukommen lassen und ihr ein Leben in Freiheit ermöglicht. Aber Margory ließ nicht zu, dass er ging. Und so stellten sie sich dem größten Preis, den Eltern zu zahlen gezwungen werden können. Ihre Kinder fortzugeben. Patrick war sicher bis zu seiner Volljährigkeit. Aber 1833 als er achtzehn Jahre alt wurde, mussten sie sich von ihm trennen. Mit Otis‘ Hilfe organisierte Ardin eine Überfahrt für den Jungen nach Nordamerika. Seither führt er ein Leben auf einem anderen Kontinent, nur über Briefe mit seiner Familie verbunden. Zu Ardins und Margorys großer Freude fiel Patrick das neue Leben nach den ersten heftigen Attacken von Heimweh leicht, er fand eine Frau und machte Margory und Ardin 1845 zum ersten Mal zu stolzen Großeltern, wenn sie auch wussten, dass sie ihre Enkel niemals selbst zu Gesicht bekommen würden.

Es war hart, diesen Weg zu gehen und doch kann Ardin nicht leugnen, dass er froh darüber ist, dass Margory und er diese Entscheidungen getroffen haben als es notwendig war. Das dunkelste Beispiel wie es ebenfalls hätte kommen können, ist für ihn das Schicksal von Otis‘ Familie. Und es ist dieser eine Tag im Jahr, der Todestag von Judith Rhode, an dem zwischen Otis und Ardin ein unabgesprochener Waffenstillstand herrscht und kein so häufig inflationär verwendetes schlechtes Wort zwischen ihnen fällt.


Das dunkle Schicksal der Familie Rhode war noch nicht absehbar, und Margory machte sich um einiges besser als Hexe als Ardin, der zunehmend unter Schlafmangel litt, als die Stimmen lauter wurden, die die Abschaffung des Bow Street Police Office forderten und immer mehr an Gehör gewannen. Es war zu dieser Zeit als Ardin – wieder einmal gemeinsam mit Otis – in die geheime Detective Einheit der neugegründeten Metropolitan Police beordert wurde. Ardin ärgerte sich zutiefst, gemeinsam mit Otis Rhode ausgewählt worden und damit nur noch mehr an ihn gebunden zu sein. Aber all das verblasste als Otis‘ Frau Judith Selbstmord beging.


Kurz nach Judiths Tod wurde die Detective Einheit legalisiert und in die Met Police eingegliedert, die Bow Street wurde ebenfalls aufgelöst. Otis‘ schlechter Ruf brachte ihn in die H Division nach Whitechapel und Ardin, dessen Wohl und Wehe scheinbar aus Sicht der Personalentscheider unverrückbar mit dem von Otis Rhode zusammenhing, wurde mitversetzt. Zu seinem nur noch größeren Ärgernis. Sie waren eine Anomalie in jeder Hinsicht. Man machte sie zu Detective Inspectors obwohl dieser Posten normalerweise nur der Mittelschicht zustand, aber ihre Vergangenheit bei der Bow Street ließ sich nicht so leicht unter den Teppich kehren wie vermutlich erhofft. Sowohl was ihren Posten anging, als auch was ihre Arbeitsweise anging. Es war ein deprimierender Fakt, dass Otis Rhode der einzige Ermittler der H Division war, der wirklich verstand wie Ardin arbeitete. Vielleicht spielte es in der H Division auch einfach keine Rolle wenn die Inspector Posten an die Unterschicht gingen. Wen kümmerte es schon im East End.


Aus Sorge, die Frauen der DIs könnten bestechlich werden, forderte man Margory auf, ihre Tätigkeit als Wäscherin aufzugeben. Sie arbeitete im Geheimen weiter. Denn mittlerweile war sie vielfache Mutter, nachdem Ardin und sie gemeinsam beschlossen hatten, dem Teufel zumindest mit der Anzahl ihrer liebevoll umsorgten Nachkommenschaft ein Schnippchen zu schlagen und zumindest jene Kinder großzuziehen, die sie nicht fortgeben mussten. Zusätzlich hatte Margory darauf bestanden, Otis‘ Sohn bei sich aufzunehmen, der nach der grausamen Misshandlung durch seine Verwandtschaft ohne Heim war. Die Familie brauchte das Geld. Und so wurden Ardins Bemühungen, eben jenes aus jedem Winkel zu ziehen, auch in der Leman Street nicht weniger.

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5. Gegenwart
Heute ist Ardin James 48 49 Jahre alt und gehört damit zu den Alten seines Fachs. Dass er noch im Dienst steht, ist vermutlich seiner Zähigkeit geschuldet. Die meisten Polizisten schaffen es gerade bis zur Dreißig, bis sie verbraucht sind. Vielleicht ist es Ardins Glück, früh genug für den Detective Branch herangezogen worden zu sein und heute Detective Inspector der H Division der Metropolitan Police zu sein, sodass seine tägliche Arbeitszeit mit acht Stunden eine der mit Abstand kürzesten Schichten des viktorianischen Londons ist. Besser macht es die Dinge nicht. Die Familie ist in eine Mietswohnung in Whitechapel gezogen. Ardin hat darauf geachtet, dass die naheliegende Wasserpumpe von der Lambeth Water Company versorgt wird und auch sonst tut er alles, um auf die Gesundheit seiner Familie zu achten. Er wüsste sie gerne in einem anderen Stadtviertel, aber seine Arbeit zwingt ihn zu kurzen Wegen und so macht er das beste daraus, indem er das Mietshaus unter seinen Schutz gestellt hat und von den Nachbarn das Schutzgeld eintreibt, das er angeblich benötigt, um im Haus für Sicherheit zu sorgen – mit großzügigem Einverständnis der Vermietungsgesellschaft.


Auch sonst ist Ardin clever darin, Geld zu verlangen, wo es ihm nur möglich. Jeder zusätzliche Meter wird angerechnet. Jede Verhaftung, jeder Besuch vor Gericht. Das Police Office zahlt es. Immerhin hat Ardin Mäuler zu stopfen. Nach wie vor auch das von Ben Rhode, Otis‘ Sohn, der heute gemeinsam mit Ardins Sohn Frederick eine Lehre zum Schuster begonnen hat. Im Gegensatz zu ihren Vätern sind die Kinder beste Freunde. Und Margory hält es den Männern nur zu gerne vor, dass sie sich nicht verstehen, obwohl Otis ein häufig von ihr eingeladener Gast im Haus ist. Die Beiden DIs arbeiten noch immer in der selben Station. Nach all der Zeit. Und es wird immer klarer, dass der eine den anderen in diesem Leben nicht mehr loswerden wird. Sei es wegen des Jobs oder sei es wegen der Hexerei, die sie gemeinsam versuchen voranzubringen und unter der sie im Grunde auf ähnliche Weise leiden ohne es laut auszusprechen. Es schweißt zusammen, wenn man gemeinsam seine Seele verkauft. Zwangsläufig. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass man sich deshalb gut verstehen muss. Ardin hasst Otis auf eine fast schon vertraute Art und Weise. Trotzdem scheint er in der H Division der Einzige zu sein, der versteht, wie Ardin arbeitet. Und so kommt es, dass Rhode eben doch ständig da ist. Beim Abendessen, bei einer Pfeife, bei der Besprechung eines Falls, der ihn eigentlich nichts angeht, aber vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei, selbst wenn sie schielen.


Es könnte gut so sein, wären da nicht noch die Kinder. Otis‘ Sohn, dessen Schicksal ungewiss ist. Frederick, das einzige verbliebene Kind im Haushalt James, das vor dem Seelenverkauf der Eltern zur Welt kam. Der Junge weiß, dass die Möglichkeit im Raum steht, er könnte mit Volljährigkeit zu seinem Bruder Patrick in die USA ziehen, und sieht der Idee freudig entgegen, stets davon träumend Ben Rhode mitzunehmen wenn es soweit ist. Aber er weiß nicht, wie konkret diese Pläne sind und wie anders es mit Ben kommen könnte. Dennoch, es sind seine Eltern, denen es schwerfällt loszulassen. Die ihrem Kind viel zu oft über den Kopf streichen als könnten sie es auf diese Weise irgendwie festhalten. Margory nimmt es tapfer. Jedes Mal wenn Ardin zweifelt, fängt sie ihn auf. Auch sie hat ihre schwachen Momente, ohne ginge es nicht. Aber sie kommen durch. Irgendwie. Und dann sind da ja noch die übrigen Kinder. Allesamt mit Magie geboren, müssen sie lernen mit ihren Fähigkeiten umzugehen und jeden Tag ist es aufs Neue eine Herausforderung, Hexen aufzuziehen, ohne selbst genügend Erfahrung mit der Magie zu haben. Ein Grund mehr für Ardin, so viel Wissen darüber zu erkaufen wie nur irgend möglich. Wenigstens gehören die Seelen der Kinder ihnen selbst und das ist der einzige Widerstand gegen den Teufel, den Margory und Ardin haben. Er hofft, dass sie eines Tages einen anderen, einen besseren Weg wählen. Bis dahin tut er gnadenlos alles um die Mittel aufzutreiben, die es benötigt, um ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen. Dafür steht er jeden Morgen auf und macht seinen Job. Egal wie viel seines Glaubens an die Menschheit es ihn kostet.

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Beziehungen


Otis Rhode » Kollege bei der H Division der Metropolitan Police
47 Jahre # Detective Inspector # Verwitwet # Unterschicht # Dunkle Hexe
Einst bei einer erbitterten Prügelei vor dem Brunswick Quay aufgegriffen, waren Ardin und Otis die größte Zeit ihres Lebens wie zwei gegeneinander aufgehetzte Rennpferde, ständig in hasserfüllter Rivalität zueinander und doch brachte keiner von ihnen je bessere Leistung als wenn sie dieselbe Runde rannten. Inzwischen sind sie alte Gäule, schon viel zu lange derselben Kutsche vorgespannt, um die Feindschaft noch mit derselben Leidenschaft fortzuführen wie einst in jungen Jahren. Zu Freunden macht sie das noch lange nicht. Aber sie haben schlicht zu viel gemein, brauchen einander zu sehr um in diesem Leben noch voneinander los zu kommen.

Eden Conway » Nachbarin
17 Jahre # Näherin # frei, aber nur selten allein # Unterschicht # Werwolf
Eden Conway und ihre Geschwister leben im selben Mietshaus wie die Familie James. Während die Dachkammer der Conways im obersten Stockwerk zu finden ist, liegt die Wohnung der James einen Stock darunter. Wie von jedem Nachbarn fordert Ardin Schutzgeld von Eden ein. Für den Frieden des Mietshauses und dafür, in den richtigen Momenten wegzusehen. Während Margory gut mit der jungen Frau zurecht kommt und hin und wieder ein Auge auf sie und ihre Geschwister hat, ist das Verhältnis zwischen Ardin und Eden Conway daher ein eher geschäftliches und nicht immer einfaches wenn Eden wieder einmal versucht die Schutzsteuer zu prellen.

Familie James


Die Familie James entstammt ursprünglich dem Umland von Plymouth in Devon, das im 18. Jahrhundert von der Schafzucht lebte. Viele ihrer Mitglieder leben heute noch immer dort oder auf der anderen Seite der Bucht in Devonport als Arbeiter und Aushilfskräfte. Patrick und Maude James, geb. Gifford zogen Ende des 18. Jahrhunderts nach Plymouth um in den neu gegründeten China Clay Fabriken Arbeit zu finden und begründeten damit den Plymouth-Zweig der Familie. Vier ihrer Kinder verloren sie 1812 an den Typhus. Von den Überlebenden haben sich die meisten in Devonport niedergelassen. Elizabeth James ist als einzige auf der Plymouth Seite der Bucht verblieben und hat den Kontakt zu ihrer Familie absichtlich abgebrochen. Das jüngste Kind von Maude und Patrick James lebt heute vermutlich auf den Westindischen Inseln und hat den Kontakt ebenfalls abgebrochen. Die übrigen Geschwister halten noch losen Briefkontakt. Viele von ihnen sind mittlerweile Großerltern. Ardin James verließ die Familie 1813 unfreiwillig auf dem Seeweg und begründete damit den Londoner Zweig der Familie. Aus seiner Ehe mit Margory Flint sind insgesamt sechs Kinder hervorgegangen. Seit 1833 lebt der älteste Sohn der beiden in den USA und hat dort gemeinsam mit Louisa Johnson zwei Kinder.

Generation 1


Patrick James † / 52 Jahre alt
1792 heiratete Patrick James, Sohn von Schafhirten aus Devon mit 18 Jahren seine Jugendfreundin Maude Gifford. Sie zogen gemeinsam nach Plymouth um in den China Clay Fabriken Arbeit zu finden, weil die Schafzucht nicht viel abwarf und die Herde seines Vaters Edward James an Patricks ältere Brüder Kilian und Cedric gehen würde. Patrick fand Anstellung, eine schweißtreibende Arbeit, die immer die selben Handgriffe beinhaltete und den Mann abstumpfen ließ. Er war Ardin immer ein Vater aber gleichzeitig auch ein Negativvorbild. Ein Leben wie Patrick es führte war Ardins schlimmster Albtraum. Und so wechselte er bereits als Kind häufig die Anstellung, suchte sich Arbeiten an der frischen Luft mit immer neuen Aufgaben, um sich selbst immer mehr zu übertrumpfen mit dem was er tat. Als 1813 Patricks Frau Maude starb blieb der Vater als alleiniger Ernährer für seine Kinder zurück. Er schickte sie arbeiten so gut es ging, zwei seiner Söhne verkaufte er an die Royal Navy, die den Militärhafen von Plymouth häufig anläuft. Während Ardin bereits in London lebte, verstarb sein Vater. Woran hat er nie erfahren und mit dem Kontakt zum Vater brach auch der Kontakt zu den Geschwistern zum Großteil.


Maude James, geborene Gifford † / 37 Jahre alt
Maude heiratete im Alter von 16 Jahren Patrick James, den jüngsten von drei Söhnen der Familie James. Sie folgte ihm nach Plymouth und arbeitete in der selben Fabrik wie Patrick bis 1798 mit Alfred ihr erstes Kind geboren wurde. Sie war eine liebevolle aber angesichts der Notwendigkeiten des Alltags strenge Mutter, der Ardin oft zu viel Wagemut zeigte. Wenn sich Ardin an Maude zurück erinnert, dann hat sie immer eines seiner jüngeren Geschwister auf dem Arm, immer damit beschäftigt die Kleinen zu versorgen. Ardin entwickelte schon früh großen Stolz darauf, seine Mutter zu unterstützen indem er Geld mit nach Hause brachte. Er entwickelte gar einen heftigen Beschützerinstinkt ihr gegenüber, der sich wenn er übermütig wurde, auch gegen den Vater richtete. 1813 starb Maude James im Alter von 37 Jahren am Kindbettfieber als Ardin gerade einmal elf Jahre alt war. Von diesem Moment an hat Ardin erwachsen werden müssen. Hatte das Geldverdienen für ihn bis dahin viel mit Spiel zu tun gehabt, wurde es nun zu seinem Schicksal als Patrick James ihn an die Navy gab. Allen Geschwistern fehlte die Mutter sehr und Ardin hatte lange Zeit gemeinsam mit Margory Furcht vor einer zu großen Anzahl von Kindern, aus Angst es könnte ihr ergehen wie seiner Mutter.


Generation 2



Enoch James / 51 Jahre alt
Ardins älterer Bruder Enoch teilte schon früh dessen Abneigung gegen das Leben der Fabrikarbeiter in Plymouth. Er war Ardins Spielgefährte und zeigte ihm die besten Stellen um Muscheln zu suchen, aber er war ein wunderlicher Kerl, der in Ardins Augen nie den nötigen Ehrgeiz entwickelte, die Familie mitzuversorgen. Oft genug kassierte Enoch Schläge als er älter wurde. Ardin verstand ihn damals immer weniger. Heute lebt Enoch als Schafhirte wie sein Großvater in einem Vorort in Devonport mit seiner Frau. Er ist mittlerweile neunfacher Großvater. Ardin nahm das erste Mal Kontakt zu ihm auf als er Margory heiratete. Seitdem hält er losen Briefkontakt.

Ardin James

Samuel James / 47 Jahre alt
Nur ein Jahr jünger als Ardin war Samuel immer Ardins Lieblingsbruder. Die Konkurrenz zu ihm hat immer ein bisschen mehr Spaß gebracht als zu den anderen. 1813 wurden sie gemeinsam an die Royal Navy verkauft. Fast sofort kam Samuel auf ein anderes Schiff als Ardin. Der hat heutzutage nur noch über den Briefverkehr mit Enoch Kontakt zu ihm. Samuel James verlor im Kampf ein Bein nachdem er unter einem umgekippten Neunpfünder eingeklemmt wurde und lebt heute als Invalider bei Enoch James und dessen Familie in Devonport. Er hat nie geheiratet und besitzt keine Kinder.


Margory James, geb. Flint / 45 Jahre alt
Margory ist Ardins bessere Hälfte. Sie ist in vielem besser. Darin, mit Magie umzugehen, Geduld für die Kinder aufzubringen, die Welt außerhalb ihrer Mauern auszublenden, zufrieden zu sein. Und vor allen Dingen darin, ein gutes Herz zu bewahren. Trotz all der Zeit, die sie mit Ardin verbracht hat, weiß sie noch immer den Anstand in ihrem gemeinsamen Haushalt durchzusetzen. Und da sie mindestens genauso stur wie Ardin ist, wenn nicht sogar noch sturer, ist sie es häufig, die ihre Meinungsverschiedenheiten gewinnt und damit auch Otis Rhodes Sohn Ben in ihren Haushalt geholt hat, genauso wie sie sich für Nuisance Recht einsetzt, nach Feierabend näher als zwanzig Fuß an Ardin heran und damit in die Wohnung zu kommen. Es ist trotz der häufigen Momente, in denen Ardin Margory für ihre Unbarmherzigkeit hasst, ihrer Aufopferung zu verdanken, dass sie heute noch immer verheiratet sind. Sie hat sich mit ihm gemeinsam dem Teufel versprochen, ist heute eine geschaffene Hexe und ihr Helfer Horatio, ein dicker träger Kater, ist am Herdfeuer der Familie zum ständigen Inventar geworden. Was könnte man mehr aus Liebe tun, als seine Seele zu verkaufen? Dabei hat Ardin ihr davon abgeraten, hätte auch das Leben in Einsamkeit gewählt, aber wie immer war es Margory, die sich durchgesetzt hat. Diese kleinen Siege sind es, die er ihr immer wieder unablässig vorhält, so sehr er sie insgeheim gerade dafür liebt. Und sie wissen beide, dass er das tut.


Matilda James / 45 Jahre alt
Matilda, als Ardin Kind war, war sie für ihn immer das kleine Mädchen. Aber sie war ein ehrgeiziger Wildfang, der sich nicht zu schade war, die Arbeit der Jungs mitzumachen. Oft genug war sie dabei wenn die Geschwister morgens das Haus verließen. In der Schule hatte sie von allen die größten Probleme. Ardin las ihr deshalb viele der Schultexte vor und lernte dadurch intensiver lesen als er es in der Schule allein wahrscheinlich gelernt hätte. Matilda lebte noch lange nach Ardins Abschied bei ihrem Vater und half ihm dabei die jüngeren Geschwister zu versorgen. Sie heiratete mit 22 Jahren recht spät einen Fischer und versorgte ihren Vater zeitlebens mit. Mittlerweile lebt sie verwitwet in Plymouth, bereits ebenfalls zweifache Großmutter und vierfache Mutter. Als Ardin heiratete reiste sie als eines der wenigen Familienmitglieder nach London um die beiden vor den Traualtar zu begleiten. Hin und wieder schickt sie Briefe mit wenn Enoch Ardin schreibt.

Elizabeth James / 42 Jahre alt
Zu Elizabeth hatte Ardin immer wenig Bezug. Als sie auf die Welt kam war er sechs Jahre alt und begann bereits im Hafen mitzuhelfen. Sie war immer eines der vielen jüngeren Geschwister, die Ardin besaß. Es galt sie zu beschützen und er half dabei sie zu versorgen, aber Elizabeth war immer schon eines der unauffälligeren Kinder gewesen. Mit 14 Jahren ging sie eine mehr oder minder arrangierte Ehe mit William Cogburn aus Tamerton ein. Der Kontakt zwischen ihr und dem Rest der Familie brach recht schnell ab. Mathilda und Enoch versuchten sie noch hin und wieder zu treffen, Besuche die Elizabeth sichtlich unangenehm waren. Die Geschwister gaben es bald daraufhin auf, den Kontakt zu suchen. Man sagt Elizabeth Cogburn sei nicht ganz richtig im Kopf. Gerüchteweise ist sie schwerkrank, aber welches ihr Leiden ist, konnte von ihren Geschwistern bislang niemand herausfinden. Sie ist Mutter von zwei Kindern.

William James / 37 Jahre alt
Wäre Maude zur Zeit des Typhus im Hause James nicht bereits wieder schwanger gewesen, sie hätte nach dem dicht aufeinander folgenden Verlust des Großteils ihrer Kinder wohl kein weiteres mehr gewollt. Es war wie Schicksal als sie 1813 bei der Geburt von William verstarb. Mit diesem Ereignis änderte sich alles im Leben der Familie James. Ardin verließ kurz darauf die Familie und ging zur Navy. Er hat William nicht großwerden sehen und wenn er ihm heute begegnen würde, er würde ihn wohl nicht erkennen. Auch der Rest der Familie hat keinen engen Kontakt mehr zu ihm, lebt er heute doch in der Karibik und hat seit er mit 18 Jahren auswanderte nichts mehr von sich hören lassen.

Alfred James † / 12 Jahre alt
1810 im Alter von 12 Jahren ertrunken Eigentlich Ardins ältester Bruder ist Alfred James 1798 als erstes Kind von Maude und Patrick James in Plymouth zur Welt gekommen. Ein Jahr später sollte Enoch folgen. Alfred war ein wagemutiger Kerl wie es Ardin später auch sein würde, aber um einiges leichtsinniger und später ein abschreckendes Beispiel für seine Geschwister und Grund der allgegenwärtigen Sorge ihrer Mutter, starb Alfred doch im Alter von zwölf Jahren als er auf der Suche nach Muscheln von der Flut überrascht wurde und dickköpfig wie er war nicht hatte weichen wollen. Maude sagte später oft, dass Ardin ihm viel zu ähnlich sei. Ardin selbst war acht Jahre alt als sein Bruder starb. Er bekam die Trauer der Mutter direkt mit und sie vereinnahmte ihn sehr. Er floh in dieser Zeit viel aus dem Haus und suchte sich mehr Arbeit als er in diesem Alter eigentlich verkraften konnte.

Caroline James † / 11 Jahre alt
Ardins einzige ältere Schwester kam ein Jahr vor ihm auf die Welt. Sie meinte deshalb einige Dinge besser zu wissen als er und erklärte ihm gerne einmal was er tun oder nicht tun konnte, wenn sie außer Haus waren und die Mutter nicht dabei war. Ardin entwickelte immer neue Arten, ihr zu zeigen was er von ihrer Bevormundung hielt, ohne je handgreiflich zu werden. Aber er ärgerte und hänselte sie absichtlich wann immer es ihm möglich war. Vieles davon tat ihm im Nachhinein Leid als die Familie vom Typhus heimgesucht wurde und sie 1812 im Alter von zehn Jahren verstarb.

Jacob James † / 5 Jahre alt
Ein Jahr nachdem Alfred gestorben war, verließ auch Jacob James die Familie. Er ertrank 1811 am Pier von Plymouth direkt in Ardins Beisein. Ein Arbeitsunfall, der Ardin aber zutiefst traumatisierte. Der damals fünfjährige Jacob half noch nicht lange mit beim Familienunterhalt, es wäre Ardins Aufgabe gewesen auf ihn Acht zu geben. Er übernachtete zwei Nächte im Freien aus Verzweiflung. Bis heute ist er der Meinung, dass er seiner Mutter mit der Nachricht von Jacobs Tod das Herz gebrochen hat und sie das Kindbettfieber deshalb erfasste.

Susan James † / 3 Jahre alt
Susan war immer eine von den "Kleinen", wie festgeklebt auf dem Arm der Mutter, leider blieb sie es wie ihre zwei nachfolgenden Geschwister für immer klein. Sie starb 1812 im Alter von gerade einmal drei Jahren an Typhus als die Krankheit die Familie heimsuchte.

Albert James † / 1 Jahre alt
Ebenfalls einer von den "Kleinen", verstarb Ardins jüngerer Bruder Albert 1812, an Typhus erkrankt, nur wenige Wochen nach seinem ersten Geburtstag.

Thomas James † / 0 Jahre alt
Thomas war das jüngste Kind der Familie als sie an Typhus erkrankte. Er war gerade einmal vier Monate alt als er in Folge der Krankheit starb.


Generation 3



Patrick James / 25 Jahre alt
Der älteste Sohn von Margory und Ardin James, geboren 1825 lebt er seit seinem achtzehnten Lebensjahr nicht mehr bei seiner Familie in Großbritannien. Es war eine Bedingung für die hexerischen Kräfte für Margory und Ardin, den Kontakt zu ihrem Ältesten abzubrechen und sie beschlossen den besten Weg zu gehen, der ihnen bekannt war. Sie schickten ihren Jungen in die Staaten, wo er eine hübsche Frau gefunden und damit begonnen hat, sich ein eigenes Leben aufzubauen. Sie halten Briefkontakt mit ihm, um zumindest sicher zu sein, dass es ihm gut geht. Seine Frau stammt aus einer sehr christlichen Gemeinde in Washington, und er befindet sich in Staatsdiensten. Unvorstellbar wenn man bedenkt, dass Ardin noch an Bord der Severn gegen die Staaten gekämpft hat. Aber wenn Ardin eins gelernt hat, dann dass man manchmal Opfer bringen muss.

Frederick James / 13 Jahre alt
1837 wurde Frederick James als zweites Kind von Ardin und Margory James geboren. Sein älterer Bruder Patrick war damals gerade zwölf Jahre alt und seine Eltern waren eine ganze Weile enthaltsam gewesen aus Angst um Margorys Gesundheit und dazu ergiebiger finanzieller Vernunft. Judith Rhodes Schwangerschaft war für Margory der Grund jede Sorge in den Wind zu schlagen. Frederick war ein Glücksfall und doch ist sein Schicksal überschattet. Der fleißige, aufrichtige und liebevolle Junge ist neben Patrick das einzige Kind, das geboren wurde bevor Margory und Ardin ihre Seelen an den Teufel verkauften. Bis zu seiner Volljährigkeit ist der Junge sicher, dann aber, so lautet die Bedingung des Teufels, müssen sie den Kontakt zu Frederick meiden. Ihre Lösung wird die selbe sein wie sie es mit Patrick war. Frederick wird zu seinem Bruder und seiner Schwägerin in die USA geschickt werden. Sie haben dem Jungen diese Option schon einmal vage in den Kopf gesetzt, mit Erfolg, ohne dass das Kind weiß, wie konkret diese Pläne sind. Es sind seine Eltern, denen der absehbare Abschied schwerfällt. Jedes Jahr, das Frederick in ihrem Haus verbringt, ist ihnen wertvoll. Viel zu oft streichen sie dem Jungen über den Kopf als könnten sie ihn dadurch irgendwie festhalten. Es ist unmöglich. Dass sein gleichaltriger bester Freund und Wahlbruder Otis' Sohn Ben ist, macht das Wissen darum nicht einfacher. Die Jungen sind ein Herz und eine Seele. Ihre Väter haben ihnen gemeinsam eine Ausbildung bei einem wirklich renommierten Schuster organisiert, wo sich die Jungen gut machen. Aber der Tag des Abschieds wird für die Kinder kommen. Das zu wissen, lässt das Herz der Eltern jeden Morgen schwer werden und Ardin verdrängt den Gedanken so oft und so gut er kann.

Maude James / 12 Jahre alt
Benannt nach ihrer Großmutter wurde Maude James 1838 kurz nach ihrem Bruder Frederick als drittes Kind von Margory und Ardin James geboren. Sie ist das Ergebnis der Verzweiflung und des Trotzes ihrer Eltern und damit das erste ihrer Kinder, das nach dem Verkauf ihrer beider Seelen auf die Welt kam. Maude besitzt dadurch von Geburt an eine magische Begabung. Ihre Eltern glaubten nicht daran bis sie es leibhaftig erlebten als ihnen das erste Mal bei einem Wutanfall ihrer Tochter eine Pfanne um die Ohren flog. Maude weiß heute um ihre Fähigkeiten und ihre Mutter übt mit ihr wann immer es ihr Alltag ihr erlaubt, aber das Mädchen hat gelernt ihre Kräfte geheim zu halten und sie auch im Spiel mit ihren Geschwistern nicht einzusetzen. Es ist nicht einfach eine Hexe großzuziehen, wenn man selbst so wenig über das Hexen weiß wie Ardin und er ist froh darum, dass Margory mehr Talent dazu beweist als er. Maudes selbstverständlicher Umgang mit Magie ohne dass ein Einverständnis des Teufels von Nöten gewesen wäre, ist Ardins ganzer Stolz. Ihre Seele gehört ihr und er hofft, dass sie eines Tages ihren Weg zum Ember Coven finden wird um einen erdgebundeneren, einen friedlicheren Weg zu gehen als er und Margory. Leicht wird sie es in ihrem Leben nie haben, das ist ihm bewusst. Aber er ist überzeugt davon, dass sie ihren Weg machen wird und er weiß, dass er sie immerhin auch nach ihrer Volljährigkeit unterstützen kann, so es seine körperlichen Kräfte dann noch zulassen.

Jacob James / 10 Jahre alt
Jacob wurde 1840 geboren als Maude ihre ersten Zeichen von Magie bewiesen hatte und Margory und Ardin sicher waren, dass sie keines ihrer nachfolgenden Kinder mit Volljährigkeit verlassen müssen würden. Es war keine Rache am dunklen Herrn, aber eine gewisse Genugtuung, dass einige ihrer Kinder noch ihnen gehören würden. Manchmal fragte sich Ardin ob es richtig war so zu denken, aber Margory holte ihn mit ihrer Liebe immer wieder zurück. Trotz der Magie haben sie beschlossen, jedes ihrer Kinder auf die selbe Weise zu lieben, solange sie es vermögen. Und so folgt Jacob munter und lebhaft dem Beispiel seiner Geschwister. Er wurde nach jenem von Ardins Brüdern benannt, der am Pier in Plymouth ums Leben kam. Ein weiteres Zeichen für den Glauben Ardins in seine Kinder. Der Junge ist ein verspieltes und verträumtes Kind voller Fantasie mit der natürlichen Begabung für Magie. Bald wird auch er eine Anstellung oder eine Ausbildung bekommen. Aber noch geben Ardin und Margory dem Jungen bewusst etwas Zeit, ist er doch das verträumteste ihrer Kinder.

Samuel James / 8 Jahre alt
Samuel, 1842 geboren und damit das zweitjüngste Kind der Familie James, ist ein kräftiger, fleißiger kleiner Junge, der es am liebsten mag anzupacken. Zu gerne unterstützt er seinen Vater und seine Mutter dabei, Dinge im Haushalt zu machen. Dabei kann er reden wie ein Wasserfall, worauf Ardin manchmal zu ungnädig reagiert, obwohl es der Junge nicht verdient hat. Einer der vielen Streitpunkte zwischen Margory und ihm. Jacob verdingt sich zwischen den Schultagen viel als Botenjunge und kennt viele Jungen, die ähnlichen Tätigkeiten nachgehen. Hin und wieder bringt er interessante Nachrichten mit nach Hause. Leider besitzt er auch eine natürliche Begabung für Elementarmagie, was ihn häufig zu bedenklichen Scherzen im Rahmen der Familie verleitet, während er sich außerhalb ihrer Wohnung gut zu benehmen weiß.

Enoch Tiberius James / 7 Jahre alt
Enoch, ebenfalls nach einem von Ardins und einem von Margorys Brüdern benannt, ist der Jüngste und damit das Nesthäkchen der Familie James. Er war das letzte Kind, das Margory zur Welt brachte bevor sie und Ardin beschlossen, dass es gut war und sie auf magische Weise mit der Verhütung begann. Gerade seit einem Jahr in der Schule ist der lernfreudige aber nachdenkliche Enoch ein kluger Junge, dem man noch am meisten bei seinen Aufgaben helfen muss, aber all zu oft eifert er schon seinem älteren Bruder Samuel nach und hilft hier und da als Botenjunge aus, auch wenn Margory sich immerzu um ihn sorgt, vermutlich gerade weil er das jüngste ihrer sechs Kinder ist. Seine natürliche Magiebegabung hat noch keine besondere Ausprägung gezeigt, aber er wird dennoch in dem Wissen um seine Kräfte erzogen, wie alle Kinder der James Familie, die sie besitzen.


Generation 4




Abraham James / 5 Jahre alt
1845 erblickte Abraham James als Sohn von Patrick James und Louisa James, geb. Johnson, das Licht der Welt und machte Ardin und Margory James zu stolzen Großeltern. Patrick schickte Fotos von dem Jungen kurz nach der Taufe und Margory hat das Bild rahmen lassen. Es ist ihr und Ardins größter Trost dafür, von Patrick getrennt zu leben, zu wissen, dass er ein glückliches Familienleben führt.

Dorothy James / 3 Jahre alt
1847 wurde Dorothy James als Schwester von Abraham James und zweites Enkelkind für Ardin und Margory James geboren. Auch dieses Enkelkind werden sie nie kennenlernen, aber das Foto der Kleinen hat seinen Weg neben das ihres Bruders an die Wand der Mietswohnung in Whitechapel gefunden.



100 Fragen


1. Was bereust du am Meisten in deinem Leben?


*denkt einen Moment ernsthaft nach, zieht die Nase hoch* Keine Ahnung obs da einen besonderen Punkt gibt von dem man sagen könnte, ich bereue ihn oder bereue ihn am meisten. Sind nie alle Dinge glatt gelaufen in meinem Leben. Aber die haben mich hierher gebracht. Wer bin ich also, mich zu beklagen?

2. Was war deine folgenschwerste Entscheidung?


*lacht auf* Otis Rhode, dem Taugenichts, ins Gesicht zu schlagen. Hat mich zur Polizei gebracht, oder? *Das Grinsen verblasst* Die Sache mit dem Gregor hatte die meisten Folgen für mich, denke ich. Weil es nicht nur mich betroffen hat, das hat meine ganze Familie erwischt als ich das gemacht hab. Nicht nur mich. Also wenn wir nach den Folgen gehen… Der Gregor wahrscheinlich. *wendet den Blick ab*

3. Was war das Gemeinste, das du je getan hast?


*lacht dreckig* Ist das wirklich deine Frage?! Deine Mama gevögelt, du kleiner Pisser!

4. Was war das Beste?


*schaut einen Moment lang irritiert, denkt dann nach* Keine Ahnung. *schüttelt den Kopf*

5. Welchen Fehler würdest du immer wieder machen und warum?


*Lächelt schief* Margory Flint heiraten, meine Kinder großziehen, vielleicht sogar Rhode eins in die Fresse verpassen – kann ich dir gleich mal zeigen, komm mal mit. Warum? Ist das nicht offensichtlich? Schau ihn dir doch mal an!

6. Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?


Forscher. Wie der Typ, dem wir immer die Steinschnecken gebracht haben, die wir an der Küste gefunden haben. Der wusste immer woher die stammen. Hat von dem gewusst, was vor uns war. Kluger Mann. Er hat glücklich gewirkt. Obwohl du nicht hättest sagen können, womit er sein Geld verdient. Sowas kann man sich nur leisten wenn man schon mit dem Silberlöffel im Mund geboren wird. Aber damals war mir das noch egal. Wenn ich es mir hätte aussuchen können, ich wäre wie er geworden.

7. Was war dein liebstes Spielzeug und warum?


Ein liebstes Spielzeug hatte ich nicht. Wir hatten kein Spielzeug im herkömmlichen Sinn. Eins von den Mädchen hatte eine Puppe, selbstgehäkelt, ja. Aber wir hatten immer das, was uns in die Hände gefallen ist. Holzstücke, Schnitzereien, Apfelkerne. Am liebsten war ich am Strand, da hat sich immer was angefunden, hin und wieder hat es auch was angespült, Stoffstücke und sowas. Aber das kam und ging.

8. Was hast du aus den Fehlern deiner Eltern gelernt?


Bloß niemals in eine Fabrik gehen. Die machen dich kaputt. Du bist nichts als lebende Ware, jedes Vieh wird besser versorgt als Arbeiter. Richtig gut hast dus nirgendwo, aber jeden Tag der selbe Handgriff, ich wäre kaputt gegangen. Hab ich anders gemacht. Und mit den Kindern aufgepasst. Meine Eltern haben es damit übertrieben. March und ich haben von Anfang an gesagt, dass wir aufpassen. Und sie meint das wiederum war ein Fehler, ich meine nicht. Aber ich will nicht sagen, dass ich meine Kinder nicht liebe. So ist das nicht. Ich denke nur, es war gut, dass sie schon Hexe war als die anderen nachkamen.

9. Welches ist deine frühste Erinnerung?


Keine Ahnung, was ist das hier? Ahnenfindung? Beschwörst du gleich meine Eltern oder was?

10. Was ist dein größtes Geheimnis?


*lacht* Das ist nicht dein Ernst oder? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich dir das beantworte?

11. Was ist das Peinlichste, das dir je passiert ist?


Hey, willst du ein paar auf die Fresse?!

12. Was tust du, um dich zu entspannen?


Jetzt werden wir wieder vernünftig... Ich geh zu meiner Familie nach Hause und erfreue mich an all dem Glück, das ich da habe. Und wenn es nicht anders ist, suche ich mir mit Rhode ein ruhiges Plätzchen um eine Pfeife zu rauchen, aber erzähl das bloß keinem weiter. Den Mann kann man sonst nicht aushalten wenn er im selben Raum ist. Aber der Trick ist der: mit der Pfeife im Mundwinkel kannst du nichts mehr von dem verstehen, was er dir zu sagen versucht. *macht das Holzaugenzeichen und lehnt sich selbstzufrieden zurück*

13. Was tust du, um dich abzureagieren?
14. Wann hast du zum letzten Mal geweint und warum?
15. Bist du nah am Wasser gebaut?
16. Wie bist du zu deinem aktuellen Beruf gekommen?
17. Hattest du vorher andere Berufe/Jobs? Wenn ja, was?
18. Warum hast du diesen Beruf/e ergriffen?
19. Was sagen Fremde/Freunde/Verwandte über dich?
20. Hast du ein (geheimes) Talent, von dem niemand weiß?
21. Hast du ein sinnloses Talent?
22. Worin bist du richtig schlecht?
23. Was für eine Eigenschaft an dir treibt andere in den Wahnsinn, die du aber als Stärke siehst?
24. Wo siehst du dich in ein/fünf/zehn Jahren?
25. Wie stellst du dir deinen Lebensabend vor?
26. Was glaubst du, wird nach deinem Tod geschehen?
27. Glaubst du an eine/n Gott/Göttin? Wenn ja, in welcher Form?
28. Für was hast du kein Verständnis?
29. Was ist „Mut„?
30. Was hältst du von der Todesstrafe?
31. Was willst du mehr als alles andere?
32. Was ist dir total egal?
33. Was für Vorurteile hast du wem gegenüber?
34. Was für Musik hörst du?
35. Liest du gerne? Wenn ja, was?
36. Hast/willst du Kinder und warum?
37. Was ist das Wichtigste, das du ihnen nahe bringen willst?
38. Mit/Ohne was wäre die Welt ein schlechterer Ort?
39. Mit/Ohne was wäre sie ein besserer Ort?
40. Was ist deine schlechteste Eigenschaft?
41. Was deine Beste?
42. Was würdest du an dir selber ändern, wenn du könntest?
43. Wenn du dir eine übernatürliche Fähigkeit aussuchen könntest, was würdest du wählen?
44. Für was hättest du gerne mehr Zeit?
45. Vor was hast du Angst?
46. Was ist dir peinlich?
47. Auf was achtest du als Erstes bei einer Person (des anderen Geschlechts)?
48. Welche Charaktereigenschaft kannst du nicht ausstehen/ist dir besonders wichtig?
49. Welche Angewohnheit kannst du nicht leiden/findest du super?
50. Wo wärst du gerade lieber?
51. Wie endete deine letzte Beziehung?
52. Fluchst du viel? Wenn ja, was ist dein liebstes Schimpfwort?
53. Wieviel Aufmerksamkeit schenkst du deinem Aussehen?
54. Wenn du nur einen Koffer hättest, in dem du deinen gesamten Besitz packen dürftest, was würdest du hineinpacken?
55. Wieviele Koffer brauchst du, wenn du für ein Wochenende/zwei Wochen in Urlaub fährst?
56. Wen würdest du gerne einmal treffen?
57. Bist du Fan von etwas oder jemandem?
58. Wie verbringst du einen Abend mit Freunden?
59. Gehst du gerne aus und wenn ja, wohin?
60. Hast du jemals gegen das Gesetz verstoßen?
61. Was müsste passieren, damit du gegen das Gesetz verstößt?
62. Wieviel Zeit brauchst du morgens im Badezimmer?
63. Wie verbringst du einen freien Tag?
64. Was magst du an deiner Arbeit/Schule?
65. Was magst du nicht an deiner Arbeit/Schule?
66. Hast du einen geheimen Traum, von dem du bis jetzt niemanden erzählt hast?
67. Was möchtest du im Leben erreichen?
68. Wie ordentlich ist deine Wohnung/dein Zimmer?
69. Wie teuer sind deine Kleidung/Möbelstücke?
70. Besitzt du einen Terminkalender und wie oft benutzt du ihn?
71. Was würdest du machen, wenn du 1000€ finden würdest?
72. Was würdest du machen, wenn du im Lotto gewinnen würdest?
73. Wie viel Geld hast du im Monat zur freien Verfügung und wofür gibst du es aus?
74. Was ist das Erste, das du nach dem Aufstehen tust?
75. Was machst du wirklich jeden Tag?
76. Hast/nutzt du ein Handy?
77. Wohin möchtest du unbedingt einmal verreisen?
78. Was würdest du niemals essen?
79. Bist du gegen irgendetwas allergisch?
80. Was würdest du niemals anziehen?
81. Bist du lieber alleine oder unter Anderen?
82. Was hältst du von Sport?
83. Warst du bei den letzten Wahlen und wen oder was hast du gewählt?
84. Was hältst du von der Emanzipation?
85. Wie tolerant bist du gegenüber anderen Völkern/Kulturen/Rassen?
86. Magst du Karneval?
87. Was/Wen findest du witzig?
88. Machst du dich über Andere lustig und wenn ja wann/warum?
89. Welche Jahreszeit gefällt dir am besten?
90. Hast du Angst vor dem Tod?
91. Hattest du schon mal eine Nahtoderfahrung?
92. Glaubst du an Übernatürliches/Paranormales?
93. Bist du abergläubisch?
94. Was hältst du von der Ehe?
95. Bist du für oder gegen Gentechnik und warum?
96. Bist du für oder gegen Sterbehilfe und warum?
97. Bist du für oder gegen Abtreibung und warum/in welchen Fällen?
98. Was ist deiner Meinung nach die optimale Staatsform?
99. Bist du technisch/handwerklich geschickt oder eher tollpatschig?
100. Bist du optimistisch/realistisch/pessimistisch und warum?





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